Bow Beaver


Spine-Vergleichstabelle

Spine-Vergleichstabelle

BowBeaver Spine comparison table

BowBeaver Spine comparison table

Diese Tabelle dient als Hilfestellung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Je nach verwendeten Materialien z.B. Insert können Werte von der Tabelle abweichen. Die Werte sind gerundet und können vom tatsächlichen Wert abweichen. Bei den Spine für die Holzpfeile wurde der beste Annäherungswert verwendet.


Die Welt der Pfeile



Die Entwicklung im Pfeilbau hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts große Sprünge gemacht.
Nachdem über die Jahrhunderte nur mit Holzpfeilen geschossen wurde, setzte eine Entwicklung im Pfeilbau ein, die es verstand moderne Werkstoffe in den Bogensport zu integrieren.
Aluminium- und Carbonpfeile bekamen immer mehr Bedeutung im Bogensport.
Einen Compoundbogen mit Holzpfeilen zu schießen würde heute niemand mehr wagen.
In den letzten Jahren griffen viele Bogenschützen wieder auf Naturmaterialien zurück, besonders Bambuspfeile fanden viele Liebhaber. Jedoch scheint der Siegeszug von Aluminium- und Carbonpfeilen ungebrochen und das zu Recht.
Moderne Produktionstechniken haben einen so hohen Standart, dass die Gewichts- und Rundlaufgenauigkeit in so kleinen Toleranzen abläuft, dass man im Grunde von identischen Pfeilen reden kann. Was will ein Schütze mehr, als identische Pfeile.
Pfeilproduzenten wie Easton, Goldtip und Beman beherrschen den weltweiten Markt. Mit unterschiedlichen Modellen und Spezifikationen versuchen die Firmen allen Schützen gerecht zu werden und die Entwicklung geht weiter.
Etwas störend und verwirrend an diesem großen Pfeilsortiment sind die Bezeichnungen für die unterschiedlichen Spezifikationen. Wird bei Holzpfeilen der Spinewert einfach in lbs angegeben, so zeigt die Zahlenvielfalt anderer Pfeiltypen unterschiedlichste Angaben, was zu großen Verwirrungen führt.
Wir vergleichen die Messmethode von Easton-Pfeilen, welche nicht nach AMO ermittelt wird, sondern mit einen Auflageabstand von 28 Zoll. In der Tabelle kann man den Unterschied gut erkennen Die Angaben für Aluminium- und Carbonpfeile werden oftmals als Zahlenkombinationen dargestellt.
Für Aluminiumpfeile verwendet man eine 4-stellige Zahlenkombination. Die ersten zwei Stellen in der Kombination beschreiben den Pfeildurchmesser in einem Bruch.
2412 bedeutet also dieser Aluminiumpfeil hat einen Außendurchmesser von 24/64 Zoll (1 Zoll = 2,54 cm). Somit haben wir im metrischen System einen Außendurchmesser von 9,52 mm. Die zwei letzten Zahlen beschreiben die Wandstärke eines Alupfeils in 1000stel Zoll. Somit hat unser Beispielpfeil im metrischen System eine Wandstärke von ca 0,3 mm.
Hierbei macht man sich zu Nutze, dass ein Rohr stabiler als ein massiver Stab ist und erhebliche Gewichtseinsparung bringt. Die Genauigkeit von Aluminiumpfeilen ist zurzeit unübertroffen. Da diese aber sehr empfindlich gegen Seitenkräfte sind und sich dadurch leicht verbiegen, sind Aluminiumpfeile beim Scheibenschießen(FITA-Schießen, olympische Disziplinen) sehr verbreitet und weniger beim 3-D Schießen im Gelände.
Benötigt man aber einen robusten und möglichst geraden Pfeil mit kleinen Toleranzen, kommt man unweigerlich zu den Carbonpfeilen. Diese sind vom Material her schwerer als Aluminiumpfeile, jedoch um einiges robuster. Besonders in der Bogenjagd und 3-D Disziplinen kommt dieses Pfeilsortiment zum Einsatz. Der Vorteil schwerer Pfeile liegt in der höheren Pfeilenergie, was in bestimmten Disziplinen verlangt wird. Easton bietet einen Shaft Selector auf seiner Homepage an, mit dem man die Spezifikationen für seinen Pfeil abfragen kann. Die gängige Einteilung erfolgt größtenteils in 100er Schritten. Je höher die Zahl umso weicher der Pfeil. Dieses Prinzip wird bei Easton angewendet. Bei härteren Pfeilen geht dann Easton oftmals in 10er Schritten weiter. Bei Goldtip wird nun auch dieses Prinzip angewendet. Früher bekam man auch 4stellige Angaben, die einen Spinebereich von bis angaben; Beispiel 3555 ergab einen Spine von 35 bis 55 lbs.
Hat man an seine Pfeile die höchsten Ansprüche und will die Vorteile von Präzession und Robustheit kombinieren, so kommt man unweigerlich zu Alu-Carbon Pfeilen.
Schon fast legendär ist der Full Metal Jacket (Dangerous Game) von Easton. Ich selber schieße diesen Pfeil in der Ausführung 300 und 250. Mit meinen Recurvebogen Sky Eagle von Hoyt(90 lbs bei 31 Zoll Auszug) ergibt das ein gewaltiges Leistungspotential.
Diese Schäfte bezeichnet man als A/C/C Schäfte. Es gibt noch Unterteilungen in dieser Kategorie. Man spricht von A/C/G (Alloy-Carbon-Gold) und A/C/E (Alloy-Carbon-Extreme) Schäften. Im Grunde sind all diese Schäfte vom Aufbau her ähnlich.
Bei all diesen Schäften verwendet der Hersteller wieder andere Bezeichnungen.
Beispiel: 3-04 entspricht einen Spine vergleichbar mit Carbonpfeilen von 680.
Bei dem Full Metal Jacket Dangerous Game gibt Easton wieder mit normalen 100er und 10er Schritten den Spine an. Jedoch erkennt man, dass sich die Firmen um mehr Einheitlichkeit bemühen und ich denke, dass in absehbarer Zeit dieses auch verwirklicht wird. Vielfach wird von den Herstellern der Spine mit angegeben. Das erleichtert die Auswahl und man findet sich besser zurecht.
Der große Unterschied zu Holzpfeilen ist die Spannbreite des Spines. Während bei Holzpfeilen der exakte Spine ermittelt wird, beinhalten Aluminium-, Carbon- und Alu-Carbonpfeile eine Spannbreite des Spines.
Die Abstimmung hängt stark vom eigenen Schussstil ab. Für den einen mag ein bestimmter Pfeil die Ideallösung sein, für den anderen ein schwer zu beherrschendes System. So muss sich jeder Schütze durch das Pfeilangebot durchmanövrieren, um sein gewünschtes Ziel zu erreichen. Wir haben uns die Mühe gemacht und eine Vergleichstabelle erstellt, um die einzelnen Pfeilarten direkt miteinander vergleichen zu können.

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